Location Based Games im Freizeitpark

Beim Lesen des Berichts über den Relaunch der Europa-Park Website ließ ich meine Gedanken wandern. Oder soll ich lieber sagen, ich ließ sie wild umherstreunen? Egal. Jedenfalls kreisten sie um das Thema:

Wenn Du aus einen Freizeitpark ein Location Based Game machen solltest, wie würdest Du vorgehen?

Hilfreich bei dieser Art von Brainstorming ist natürlich, dass mir kein Freizeitpark zur Verfügung steht. Somit kann ich auch Probleme wie Akkulaufzeit oder schlechten Handyempfang in Freizeitparks erst einmal ungelöst lassen. Aber einige Ideen könnte man sicher realisieren und auch auf andere touristische Ziele bis hin auf die Hotelebene übertragen.

Generelle Überlegungen

Die Website des Europa-Parks bietet die Möglichkeit, über das Surfverhalten herauszufinden, welche Attraktionen für den Besucher interessant sein könnten. Viel besser könnte man die Vorlieben aber bestimmen, wenn man den Weg des Besuchers durch den Park möglichst genau kennen würde. Die Erfassung eines solchen “Tracks” alleine ist allerdings nur von eigeschränkter Nützlichkeit. Denn die Besucherströme werden sicher schon ausreichend analysiert.

Allerdings bestehen inzwischen Möglichkeiten, die es erlauben, einzelnen Besuchern und dem Park einen Mehrwert zu bieten. Als Anreiz für den Besucher, seine Route durch das Vergnügen möglichst genau zu melden.

Besuchersteuerung

“Wenn-Dir-das-gefällt-könntest-Du-auch-jenes-mögen” ist das Spiel, das nicht nur bei Radio-Sendern sondern auch bei Internet-Shops bis zum Abwinken gespielt wird. Und nicht immer mit großem Erfolg. Aber wenn wir dazu übergehen, die Empfehlungen für die nächste Achterbahn mit der Aussicht auf möglich geringe Wartezeit zu kombinieren, dann kann daraus ein Hit werden.

Im Freizeitpark zeigen Schilder an, wie lange man vorraussichtlich anstehen muss. Allerdings sieht man diese Schilder erst, wenn es eigentlich zu spät ist. Denn die Entscheidung, welche Attraktion man als nächstes besucht, fällt meist schon viel früher. Man sagt: “Ich will als nächstes Wildwasserbahn fahren.” Dann sucht man den momentanen Aufenthaltsort sowie das anvisierte Ziel und schließlich geht man die (hoffentlich) beste Route zur Bahn. Danach ist die tatsächliche Wartezeit eine Größe, die man meist als gegeben annimmt. Ausnahmen sind Fälle in denen man unterwegs an einer Bahn mit extrem kurzer Wartezeit vorbeikommt (und die man dann spontan nutzt), oder wenn die Wartezeit viel länger als erwartet ist – und man sich etwas anderes sucht.

To Do List, Wartezeiten & Routenplanung

Über ein entsprechendes Mobil-Angebot könnten Besucher sich alle (bzw. die zuvor auf der Website ausgewählten zusammen mit den vom System vorgeschlagenen) Attraktionen anzeigen lassen. Die benötigte Zeit für die optimale Route und die Wartezeit wird angezeigt. So kann der Besucher schnell sehen, wo er am meisten Spaß für seine Zeit bekommt. Eine Karte in der App zeigt den Weg zum Ziel – hier könnte das dynamische Routing sogar so realisiert werden, dass Gebiete mit großen Besucheransammlungen umgangen werden.

Check-In Infrastruktur

Für den Besucher sollte es möglichst oft Anlass geben, am jeweiligen Aufenthaltsort einzuchecken. Der Track wird so genauer. Auch lassen sich wichtige Informationen für das System selbst gewinnen: Wenn der Parkbesucher sich einmal am hinteren Ende der Warteschlange und einmal kurz vor der Abfahrt der Achterbahn einloggt, dann erfährt man so, wie lange die momentane Wartezeit ist. Aus der Zeitdifferenz zwischen zwei Attraktionen lässt sich die Laufgeschwindigkeit ermitteln, was wiederum die Routenplanung individualisieren kann.

Der Check-In könnte auf den GPS.-Koordinaten basieren (evt. ungenau), oder auf Techniken wie Bluetooth, RFID, QR-Codes oder Near Field Communications (NFC) aufbauen. Auch eine Kombination wäre denkbar. Bluetooth hat den Vorteil, dass es auch auf älteren Handys (ohne Internetzugang) funktioniert, und auch Daten auf das Gerät übermitteln kann. Der Check-In könnte sogar ohne Benutzereingriff stattfinden sobald das Telefon in den Empfangsbereich der Bluetooth-Station kommt. (Auf diese Art hat der Europa-Park in der Warteschlange zur Schweizer Bobbahn bereits ein Quiz realisiert.)

Check-Ins per GPS/QR-Code/NFC nutzen die Internetverbindung des Smartphones und bieten somit die Komfortfuntionen wie Routing bzw. echte Interaktivität.

Für RFID müsste man entsprechende Token ausgeben. was zusätzlichen Verwaltungsaufwand mit sich bringt, das Handling für den Gast jedoch vereinfachen kann.

Die Kosten der einzelnen Techniken unterscheiden sich auch erheblich. Wärend Bluetooth, RFID und NFC aktive, intelligente Check-In Points benötigen, brauchen GPS- bzw. QR-Check-Ins lediglich ein entsprechendes Schild. Oder eben nur ein paar Quadratzentimeter auf einem schon vorhandenen Schild.

Game Mechanics

Nur weil er einchecken kann, macht das nicht unbedingt jeder Parkbesucher. Ohne weiteren Anreiz werden dies wohl sogar die wenigsten tun. Hier kommt dann der Spieleansatz zum tragen. Eine Möglichkeit wären einfache “High-Score Listen” (die im Europa-Park im Ride “Atlantica” sehr beliebt sind). Wer im Laufe des Tages am meisten Check-Ins sammelt, steht ganz oben. (Achtung: Falls neben dem “Ruhm” auch noch ein Preis winken sollte herrscht große Manipulationsgefahr). Ebenfalls könnte der Parkbesucher an manchen Stationen eine Frage beantworten müssen, dass der Punkt zählt.

Die Check-In Punkte könnten sogar nicht offensichtlich, sondern leicht versteckt sein. Dann wäre es eine Herausforderung, die QR-Codes zu finden. Diese “interne Version von Geocaching” könnte dann sogar wiederum die gefühlte Wartezeit bei großen Attraktionen verkürzen – und die tatsächliche genauer messbar machen.

Auch könnte man wie bei Foursquare Batches oder Challenges anbieten. “Wer schafft es, an einem Tag eine High-Speed Achterbahn, eine Wasserbahn und eine Show zu loggen?” – “Wer besucht alle Themen/Ländergebiete des Parks?” oder “Wer besucht alles Attraktionen in einem bestimmten Themengebiet?”
Durch solche Aufgaben könnten auch weniger bekannte Bereiche des Parks in den Blickpunkt gerückt werden.

Return on Investment

Und was hat der Park von dem ganzen? Abgesehen davon, dass einige Besucher auf eine weitere Art unterhalten werden? Die oben erwähnten Effekte wie Besuchersteuerung und -verteilung werden auch auf konventionellem Weg schon ganz gut geregelt. Ein großer Vorteil der “Theme-Park App” ist jedoch, dass hierbei im Laufe des Tages sehr viele Gelegenheiten entstehen, an dem man mit dem Parkbesucher individuell in Kontakt tritt. Und bei jedem Kontakt hat der Besucher Gelegenheit seinem sozialen Netz vom Park zu erzählen. Außerdem kann die App dem Besucher des Picknick-Geländes durchaus mitteilen, wo man noch mehr Getränke oder eine heiße Wurst kaufen kann, falls das mitgebrachte Vesper nicht ausreicht. Um kurz vor zwölf wird man daran erinnert, dass man in den Parkrestaurants direkt per App einen Tisch reservieren kann. Und hin und wieder wäre sogar eine klassische Werbeeinblendung denkbar.

Aber Stefan, Du hast doch gar keinen Freizeitpark!

Stimmt…trotzdem wollte ich das alles aufschreiben. Denn es wird nicht lange gehen, dann wird ein solches oder ähnliches System in verschiedenen Parks auftauchen. Und dann kann ich sagen: “Da, lest das – Ich hab’ das schon lange beschrieben!”

Außerdem bin ich – wie schon in der Einleitung gesagt – der Meinung, dass einiges aus diesem Artikel auch für Stadtrundgänge, Schlossführungen oder sogar in Hotels umzusetzen ist. Mit weniger Aufwand für “Real-Time” aber ebenfalls mit Informationen für den Gast – und Social-Media Chancen für den Gastgeber.

Aber davon schreibe ich ein anderes mal…

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App oder Mobile Website?

Eigentlich wollte ich ausführlicher darüber schreiben. Aber da ich selbst nicht dazu komme, verweise ich wenigstens auf diesen Artikel bei ReadWriteWeb, der sich sicher auch auf iPhone und iPad übertragen lässt: Android Users Prefer Native over Web Apps, Study Finds

 

Soviel kann ich mir trotzdem nicht verkneifen: Da “kleine Hotels” (und meiner Meinung  nach auch größere) wohl kaum in der Liga der vielgenutzen Apps mitspielen können ist die Investition in eine gute HTML5-Site wohl lohnender als in eine spezielle Hotel-App. Zumindest so lange in der App nur die Infos der Website gespiegelt werden.

 

 

 

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Buchungssysteme: Worst Practice

Unglaublich, aber wahr: Ich bin auf der Suche nach einem Zimmer für eine Nacht in der Nähe von Ansbach. Die Ankunft wird spät abends, die Abreise am nächsten morgen sehr früh sein. Daher kommt das sehr günstige Angebot bei “einer großen Buchungsplattform” gerade recht: 55€ zzgl. Frühstück 12€. Und weil ich ja weiß, dass Buchungsportale ganz ordentlich Provision verlangen rufe ich direkt beim Hotel an, um zu Buchen.

Die Website wird gerade umgebaut, aber die Telefonnummer ist zu finden. Die Auskunft der freundlichen Rezeptionistin: Das Doppelzimmer kostet deutlich über 100€. Der günstigere Preis beim Portal bezieht sich auf die einfacheren Zimmer, aber diese Kategorie ist nicht mehr frei.

“Aber wenn ich jetzt bei XYZ buchen würde?” – “Das könnten Sie tun. Aber ich wollte sowieso gerade dieses Kontingent dort sperren.”

Ich habe der guten Frau Gelegenheit gegeben, die Raten anzupassen, indem ich noch eine knappe Stunde gewartet habe. Und über das Buchungsportal gebucht. Kosten für mich: 67€ – Erlös für das Hotel: ~60€

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Idee: Alt & Neu in einem Bild

Auch eine interessante Idee, wie man historische Bilder mit aktuellen Aufnahmen mischen kann:

Mehr Beispiele hier…

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Google+ plus die eigene Website

Google-Plus (oder kurz G+) ist angetreten, den Markt der Social Networks durcheinander zu rütteln. Hier ein paar Links, wie man G+ in eigene Webeiten integrieren kann:

Wer Google-Plus selbst ausprobieren möchte, kann in den Kommentaren seine GMail-Adresse* angeben – ich versende gerne Einladungen.
*: Funktioniert momentan leider nur mit Google-Konten.

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Haftung des Hoteliers für Internetverstöße seiner Gäste

Das ist so gut zu wissen, dass ich das hier komplett zitieren muss:

Zur Haftung des Hoteliers für Internetverstöße seiner Gäste 1. Ein Hotelbetreiber haftet jedenfalls dann nicht als Störer für eine von einem Gast begangene Urheberrechtsverletzung, wenn er seine Gäste vorher auf die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben hingewiesen hat. 2. Mahnt ein Rechteinhaber einen Hotelbetreiber in Kenntnis der Tatsache, dass der Anschluss für ein Hotel genutzt wird, den Hotelbetreiber ab, stellt dies einen Eingriff in den eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb des Hotelbetreibers dar, da dem Rechteinhaber bekannt ist, dass in einer derartigen Fallkonstellation der Anschlussinhaber nicht per se für Rechtsverletzungen seiner Gäste haftet. LG Frankfurt a. M., 18. 8 2010 – 2-6 S 19/09

(via DSAR)

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Teamplay im Destinationmarketing – Destinationcamp 2011 – Session 4

Interessante Facts & Aussagen – von mir gefiltert, nicht unbedingt Konsens der Sessionteilnehmer

  • “Kritik ist die höchste Form des Involements!” (B. Buhl)
  • Neid ist ein Instrument

Am Nachmittag schreibt es sich deutlich schlechter…Sorry. Aber es gibt ja bald ein komplettes Whitepaper ;)

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Zwischen Monarchie und Rebellion – Destinationcamp 2011 – Session 3

Interessante Facts & Aussagen – von mir gefiltert, nicht unbedingt Konsens der Sessionteilnehmer

(offizieller Titel: Feldherren & Söldner)

  • “Innovation Norway”
  • Tourismus ist eine Industrie – und müsste eigentlich als wichtiger als Landwirtschaft bzw. Steinkohle wahrgenommen werden.

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Überlebenskampf in der Hotellerie – Destinationcamp 2011 – Session 2

Interessante Facts & Aussagen – von mir gefiltert, nicht unbedingt Konsens der Sessionteilnehmer

  • Preise & Preiskomponenten müssen mindestens alle zwei Jahre komplett neu durchkalkuliert werden.
  • Provision ist eine Preiskomponente, Rabatte sind versteckte Provisionen
  • Georg Ziegler: “Die Summe der Leistungsträger machen die Qualität der Destination aus.”
  • Oberstaufen: Destination & Privathotels brauchen sich gegenseitig (mehr als Kettenhotels)
  • Robinson: 3 – 4 Ketten können in Zusammenarbeit eine Destination beleben bzw. aus dem Nichts erschaffen.
  • Destinationen sollen die Dinge tun, die in der Zusammenarbeit der Akteure günstiger gemacht werden können. Alles andere sollen die einzelnen Betriebe tun.
  • Beispiel für Destination/Themenmarketing: Radreporter.de

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Vertrieb: Gäste sind Käufer – Destinationcamp 2011 – Session 1

Interessante Facts & Aussagen – von mir gefiltert, nicht unbedingt Konsens der Sessionteilnehmer

  • Jedes Hotel arbeitet im Durchschnitt mit D: 7,5 / E: 9,5 Internetvermittlern zusammen.
  • Neuinterpretation der Vertriebsaufgaben: Professionalisierung oder Rückzug
  • Ist die Bettensteuer ein weiteres Mittel, mit dem sich die DMOs finanzieren ohne tatsächlich Retabilität/Effizienz nachweisen zu müssen?
  • Netzwerke statt Themen!
    Wanderer treffen sich! Radfahrer treffen sich! Wo – und wie kann ich an sie herantreten.
    -> Themenmarketing sucks
  • DMO als Wissensagentur statt Prospektverteiler
  • 80% der FeWos sind noch nicht online buchbar (Ist Deine Stadt bei BestFeWo / Casamundo / Holliday insider zu finden?)
  • Zauberwort: RELEVANZ
  • Qualitätssicherung bedeutet, dass nicht alle vertrieben (in den Vertrieb genommen) werden!

 

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