Das schöne am Internet ist, dass man das Eine tun kann, aber das Andere nicht lassen muss. Es ist ohne großen Aufwand möglich, verschiedene Schlüsselworte in einem Text zu verwenden, oder ähnliche Texte zu verwenden, und so bei möglichst vielen Suchanfragen bei Google gefunden zu werden. Aber manchmal muss man sich entscheiden. Auch wenn ich im Web sowohl “Radfahren im Rheintal”, “Radfahren im Dreiländereck”, “Radfahren im Schwarzwald” oder “Radfahren im Markgräflerland” anbieten kann – spätestens in der Print-Variante der Angebots sollte ich mich auf eine Formulierung festlegen.
Und hier hilft Google Trends. Mit diesem Werkzeug kann man feststellen, wie oft verschiedene Schlüsselworte gesucht werden. Nicht in absoluten Zahlen, aber im Vergleich zueinander.
Somit haben auch kleine Betriebe ohne “Forschungsabteilung” die Möglichkeit, Reichweite und Stärke von bestimmten “Marken” zu bestimmen. Ist “Markgräflerland” schon stark genug, um damit zu Werben? Oder sollten wir uns weiterhin im “Schwarzwald” positionieren?
Somit ist es – zumindest bei Bundesweiten Aktionen – sicher klug, auf “Schwarzwald” zu setzen. Wobei dies selbstverständlich nur ein Aspekt der Entscheidung ist. Bei Gästen, die schon im Hause sind, ist vielleicht doch eher die speziellere Region “Markgräflerland” ein Grund, genauer Hinzuschauen.
Und auch im Web stellt sich die Frage: Schaffe ich es, bei “Schwarzwald” im Google-Ranking ganz oben mitzuspielen, oder konzentriere ich mich auf meine Nische “Markgräflerland” und bekomme vom viel kleineren Kuchen dann doch ein deutlich größeres Stück ab? Entscheiden muss ich mich dann am Ende doch (zum Glück) wieder selbst.
